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Neu bei Fairewolle: Das kleine Wollschwein

Ein Stricktraum neu entdeckt: Das kleine Wollschwein bringt heimische Wolle zurück auf die Nadeln

Vor ein paar Jahren hat die Gründerin von Das kleine Wollschwein das Stricken für sich neu entdeckt – und damit nicht nur ein altes Handwerk, sondern auch den Wert unserer heimischen Wolle. Auf einer Reise nach Texel stieß sie erstmals auf das robuste, naturbelassene Garn von Schafen aus der Region. Die spürbare Ursprünglichkeit dieses Materials weckte in ihr den Wunsch, tiefer zu tauchen. Zurück in Deutschland meldete sie sich zu einem Spinnkurs an, der sie so begeisterte, dass sie sich sofort ein Spinnrad besorgte und mit regionaler Schafwolle experimentierte. Doch je mehr sie über den Weg der heimischen Wolle erfuhr, desto größer wurde die Überraschung: Ein Großteil der in deutschen Stallungen anfallenden Wolle findet keinen Abnehmer und landet als Abfall. Ein Schicksal, das sie nicht hinnehmen konnte.

Mit Das kleine Wollschwein setzt sie seither ein Zeichen für regionale Wertschöpfung, Transparenz und handwerkliche Qualität. Sie bezieht Vliese von Alpakas und verschiedenen Schafrassen direkt von kleinen Höfen. Die Weiterverarbeitung erfolgt ausschließlich bei spezialisierten Partnerbetrieben in Deutschland: Die Wolle wird unter strengen Umweltauflagen gewaschen, in Wollkämmereien kardiert und anschließend – je nach Faser und Herkunft – in kleinen Spinnereien oder Handspinnereien zu Garn verarbeitet. So bleibt die Faser naturbelassen, nachvollziehbar und in ihrer Qualität erhalten.

Aus dem Rohstoff Wolle entsteht ein ehrliches Naturgarn mit all seinen Stärken: atmungsaktiv, langlebig und spürbar lebendig. Besonders prägend ist das Vlies vom Coburger Fuchsschaf, dessen warmes, goldbraunes Garn durch seine Eigenfarbe und seinen weichen Fall gleichermaßen Handarbeiterinnen wie Designer begeistert.

Mit Das kleine Wollschwein möchte sie zeigen, wie vielseitig und wertvoll deutsche Wolle ist – und wie viel Lebensfreude in jedem Strang steckt. Ob dicke Wintermützen, zarte Tücher oder kreative Farbmischungen: Wer einmal in das sanfte Garn hineingreift, spürt sofort die Verbindung von traditionellem Handwerk und moderner Nachhaltigkeit. Ein Plädoyer dafür, dass echter Wertstoff nicht im Müll, sondern auf unseren Nadeln landet.

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