Auf Hof Jeske in Mecklenburg-Vorpommern leben Rauhwollige Pommersche Landschafe. Harald Traebert hat sie nicht wegen der Wolle angeschafft, aber heute gehört sie dazu. Die Tiere sind robust, ursprünglich und eine gefährdete Rasse. Ihre Wolle wird nicht weggeworfen.
Eine Rasse, die zum Betrieb passt
„Das ist die Rasse, die zu meinem Betrieb passt“, sagt Harald Traebert. Angefangen hat alles mit einer Kleinstlandwirtschaft. Standortharte Weidetiere sollten es sein. Die Wahl fiel auf das Rauhwollige Pommersche Landschaf. Eine Entscheidung, die bleibt. Die Schafe sind Teil einer Herdbuchzucht, ihre Wolle naturgrau. Traebert gibt an, dass die Nutzung der Wolle für ihn selbstverständlich dazugehört: „Aus dem Wunsch, diese alte, gefährdete Landschafrasse zu erhalten, entwickelte sich nach und nach meine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft.“
Vom Vlies zum Kardenband
Die Wolle der eigenen Schafe wird in einer deutschen Wollmanufaktur gewaschen und kardiert. Heraus kommt naturgraues Kardenvlies und Kardenband. Traebert vermarktet beides direkt. Sein Herzensprodukt ist das Kardenvlies. Darin bleiben die unterschiedlichen Grautöne der Tiere erhalten. „Weil darin die unterschiedlichen natürlichen Grautöne der Tiere erhalten bleiben und aus einem regionalen Rohstoff wieder ein nutzbares Textilmaterial wird“, erklärt er.
Klein, bodenständig, regional
Hof Jeske ist kleinbäuerlich und bodenständig. Die Schafe weiden in Mecklenburg-Vorpommern, ihre Wolle wird in Deutschland verarbeitet. Regional ist hier kein Schlagwort, sondern eine Tatsache. Wer das Kardenvlies oder Kardenband kauft, bekommt Material von den eigenen Tieren des Hofs. Ohne Umwege.
Mehr über Hof Jeske und die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe findest du im Verzeichnis.
Mehr Wollwissen per Newsletter
Neue Artikel, Betriebe & Events – direkt ins Postfach.
