Angefangen hat alles mit den Walliser Schwarznasenschafen und einer Frage: „Was machen wir eigentlich mit all der schönen Wolle?“ So erzählt es der Wurzberger Erlebnishof in Reichling im Pfaffenwinkel, den Gisela Elfinger führt. Die Antwort kam gleich hinterher: „Zum Wegwerfen war sie uns viel zu schade.“
Waschen, Kardieren und Spinnen am eigenen Hof
Also haben sie angefangen, sich mit dem Waschen, Kardieren und Spinnen zu beschäftigen. Vieles haben sie ausprobiert, manches ging schief, und mit jeder Erfahrung haben sie dazugelernt. Heute wird die Wolle der eigenen Schafe am Hof zu Garnen, kardierter Wolle und handgefertigten Produkten verarbeitet. Größere Mengen werden im gleichen Landkreis Landsberg am Lech kardiert. Für die industrielle Nutzung ist die Wolle zu lang und zu grob, deshalb wird sie vor Ort verarbeitet.
Wie das Ergebnis sein soll, beschreibt der Hof selbst: „Nicht perfekt und industriell gleichmäßig, sondern natürlich, ursprünglich und mit ganz eigenem Charakter.“ Das Lieblingsprodukt ist ein zweifädig gesponnenes Garn aus naturfarbener Walliser Schwarznasenwolle.
Herdbuch, Hofladen und Chalet
Die Walliser Schwarznasen werden im Bayerischen Herdbuch gezüchtet. Der Hof ist ein Bio-Betrieb und bietet Beratung und Workshops zur Sozialen Landwirtschaft an. Im Hofladen gibt es neben der Wolle saisonale Produkte wie Fleisch, Wurst, Eier und Geflügel, dazu Wolldüngerpellets und Unikate. Und wer bleiben möchte, findet am Hof ein 5-Sterne-Chalet für sechs Personen.
In drei Worten beschreibt sich der Hof so: Bio, sozial, Paradies.
Mehr über den Wurzberger Erlebnishof findest du im Verzeichnis.
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