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Firma des Monats: Das kleine Wollschwein

Ein unerwarteter Funke auf Texel

Manchmal beginnt eine große Vision mit einem unscheinbaren Moment. Für Stefanie sorgte die Begegnung mit naturbelassenem Handstrickgarn vom Texelschaf auf einer Reise nach Texel für genau diesen Funken. „Es war ein echter Aha-Moment,“ erzählt sie. Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Idee für „Das kleine Wollschwein“, einem Projekt, das heimischer Wolle wieder den Wert verleihen möchte, den sie verdient. Stefanie wollte von Beginn an zeigen, dass Wolle mehr kann als nur Garten- oder Teppichzwecke zu erfüllen; sie ist ein hochwertiges, multifunktionales Material für Kleidung.

Null-Abfall-Ansatz als Innovationskraft

Ein Schlüsselprinzip von Stefanie ist der Null-Abfall-Ansatz. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, dass nichts weggeworfen werden muss, dann möchte ich sie nutzen,“ sagt sie überzeugend. Diese Philosophie hat zur Entwicklung von Schafwollpellets geführt, die als Langzeitdünger dienen. Durch die Verarbeitung stark verschmutzter Wolle zu Pellets gelingt es Stefanie, jede Faser nutzbar zu machen, und respektiert so den natürlichen Rohstoff in vollem Umfang.

Der handwerkliche Weg der Wolle

Die Reise der Wolle beginnt auf einem kleinen Hof in Warburg, wo Stefanie die Schur eigenhändig begleitet. „Es ist eine bewusste und handwerklich geprägte Aufgabe,“ beschreibt sie den Prozess, der die Wolle durch verschiedene Hände führt – von der Sortierung, über das Waschen und Kardieren, bis hin zum Spinnen zu einem hochwertigen zwei- oder handgesponnenen Garn. Auf diesem Weg begeistert sie vor allem die Verwandlung von unscheinbarer Rohwolle zu einem wertvollen Endprodukt und das Spinrad gibt ihr die Möglichkeit, direkt bei der Herstellung mitzuwirken.

Die Pfalz als Kreativ-Werkstatt

Stefanies Arbeit wird stark von ihrer Heimat, Rheinland-Pfalz, geprägt. Die Region ermöglicht es ihr, in engem Kontakt mit Höfen zu stehen und kurze Wege zu nutzen. Auch wenn das Netzwerk eher aus persönlichen Kontakten als aus festen Strukturen besteht, ist es der Austausch auf regionalen Märkten und Treffen, der ihre Leidenschaft befeuert und eine Brücke zwischen Menschen und Materialien schlägt.

Der Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahre hat Stefanie bereits konkrete Pläne: „Ich wünsche mir, dass ‚Das kleine Wollschwein‘ weiter wächst.“ Dabei bleibt sie ihrem Grundsatz eines bewusst kleinen Unternehmens treu, um die Nähe zu den Höfen und deren Tieren zu wahren. Geplant sind unter anderem Strickkurse und mögliche Kooperationen, die die Vielfalt und die Besonderheit der heimischen Wolle verdeutlichen. Sichtbar möchte Stefanie auch in der digitalen Welt werden und plant daher, ihr Engagement auf Plattformen wie Instagram und YouTube zu intensivieren.

Im Kern lebt Stefanies Projekt von der Liebe zur Wolle und zu dem, was man daraus schaffen kann. Ihre Arbeit ist ein wahrer Beitrag zu einem größeren Bewusstsein für die Schönheiten, die im Verborgenen schlummern, wenn man sich die Zeit nimmt, hinzusehen und zu handeln.

Basis Siegel
Das kleine Wollschwein
Online

Das kleine Wollschwein

Garn & Wolle+2 weitere Rheinland-Pfalz

Nachhaltigkeit heißt für mich, Verantwortung für Tier, Mensch und Umwelt zu übernehmen....

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