Steffi färbt Wolle, seit sie denken kann. Dass daraus ein Beruf wurde, ist kein Zufall, sondern die logische Folge einer Leidenschaft, die irgendwann einfach nicht mehr nebenbei ging.
Von der Handfärberin zur Vollzeit-Macherin
2017 startete ScreamingColours als Nebenerwerb. Irgendwann wurde aus dem Hobby ein Job. „Einen besseren Beruf kann ich mir kaum vorstellen“, sagt sie. Heute lebt sie davon – und von der Überzeugung, dass Wolle mehr kann als nur warmhalten. Deshalb setzt sie auf BFL, eine robuste aber weiche Schaffaser. „Sie ist kuschelig und strapazierfähig zugleich“, erklärt sie. Das ist kein Widerspruch, sondern ihr Anspruch.
Farbe, die bleibt
Über 35 Stammfärbungen hat sie im Programm. Dazu kommen limitierte Monatsfärbungen für alle, die es bunter mögen. Doch hinter den Farben steckt mehr als nur Ästhetik. Steffi färbt von Hand, mit Geduld und ohne Hektik. Das merkt man. Die Garne sind nicht nur farbenfroh, sondern auch nachhaltig – ein Wort, das sie nicht inflationär benutzt, sondern mit Leben füllt.
Dazu gehören auch die Seeknit-Stricknadeln aus japanischem Bambus, die sie im Sortiment hat. Oder die handgegossenen Kerzen aus Bienenwachs und Sonnenblumenwachs, die seit Ende 2024 ihre Strickabende begleiten.
Woher kommt die Wolle?
Kurze Wege und ein Blick aufs Tierwohl sind ihr besonders wichtig. Ihre Wolle kommt von Chester Wool aus Großbritannien – einem Betrieb mit kleinen Tierbeständen, bei dem Schäfer ihre Tiere gut im Blick haben. Anschließend wird sie von Steffi in Bayern von Hand gefärbt. Schafrassen, die nicht in zweifelhafter Massentierhaltung gehalten werden, sind ihr dabei ein echtes Anliegen.
„Handgefärbt, mit Haltung“ – das ist ScreamingColours. Ein Versprechen, das sie jeden Tag aufs Neue einlöst.
Wie sie das macht, erzählt sie dir im Verzeichnis.
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